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Wissen und Lehre

   


  

Vergil übergibt sein Werk Maecenas

Dijon, 1450-1500
Werke mit Kommentaren von Servius, Vergil. Paris
(Dijon, B.m., ms. 0493, f. 019, 493)

Das Manuskript wurde wohl im Jahr 1469 kopiert und muss kurz darauf von mehreren Künstlern illustriert worden sein, so wahrscheinlich auch vom berühmten Robert Gaguin, der eigentlich auf die Ausgestaltung profaner Texte und sogar offizieller Dokumente spezialisiert war. In einem großen, hellen Saal übergibt Vergil sein Werk dem Auftraggeber. Der Autor trägt die Dichterkrone, das Studierzimmer geht auf eine prächtige Galerie mit Säulen und Pfeilern hinaus und wird im Hintergrund von einer weiten Bucht begrenzt. Auf einem prunkvollen Sitz thront Maecenas, der als typischer wohlhabender Auftraggeber der damaligen Zeit häufig dargestellt wurde; neben ihm steht ein Tisch. Ordnung und Harmonie bestimmen diese Darstellung, während in den klösterlichen Studien zumeist ein gewisses Durcheinander herrscht.




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